Tisch 1: Das Konzept - worum gehts?

Aktualisiert: Juli 13

In dieser Folge erfährst du kurz worum es in diesem Podcast geht, wer ich überhaupt bin und was das Ganze eigentlich soll.













In diesem Podcast möchte ich dir Infos geben, die dir den Alltag erleichtern.

Er soll dir zeigen: du bist nicht allein, anderen geht es genauso wie dir.

Außerdem möchte ich dir zeigen, dass es viele Auswege für dich aus der Gastronomie gibt.

Aber - Achtung - vor allem möchte ich dir zeigen, dass es noch viel mehr Gründe gibt, in der Gastro zu bleiben oder sogar in die Gastro einzusteigen.

… Weil es einfach eine tolle lebendige vielseitige und menschennahe Branche ist. Und besonders das möchte ich vermitteln und dich dazu motivieren.

In der Gastro geht es vorrangig um zwischenmenschliche Kommunikation, du hast ein Klientel was sich amüsieren möchte und du trägst enorm dazu bei, das das auch klappt. Dann hast du noch die, die einfach nur Hunger haben. In diesem Fall musst du einfach schnell funktionieren und bist der gamechanger, denn dann wirst du aus einem grantigen angespannten "Tach" ein fröhliches "Ciao, bis bald" machen.

Gefangen in der Gatronomie soll dich auf die ständigen Veränderungen vorbereiten und dir nützliche tools geben, damit du Deinen Gastroalltag leichter bewältigen kannst.

Im besten Fall inspiriert er dich und gibt dir Denkanstöße, die du ganz individuell für dich weiterverarbeiten kannst.

Es ist ein gemischter Podcast, in dem ich auch immer mal wieder Interviews führe …. mit Menschen aus der Gastro, die was zu erzählen haben.

Für mich sind da übrigens Mitarbeiter aus der Küche, aus dem Service und auch mindestens genauso kompetent, wie Führungspersonen, Gründer, Inhaber und Manager.

Jeder, der was zu erzählen hat, darf hier zu Wort kommen. Natürlich freue ich mich auch über eure Wünsche und gehe denen nach und darauf ein.

Du hörst gerade die historische Folge 1.

In dieser Folge erkläre ich dir kurz worum es in diesem Podcast gehen wird, eigentlich sind wir ja schon mittendrin.

Später gehe ich kurz darauf ein, wer ich bin und warum ich das mache.

Du bist ja jetzt hier gelandet, weil du im Weitesten Sinne irgendetwas mit der Gastro zu tun hast oder zu tun haben willst

Vielleicht arbeitest du bereits in dieser verrückten Branche, oder hast es vor.

Möglicherweise träumst du davon ein eigenes Business in der Gastro aufzubauen.

Eventuell bist du einfach ein Gast - liebst es dich bewirten zu lassen - und weißt Profis zu schätzen.

Oder hast du generell Interesse an der Gastro?

Bist du zu Hause ein besonders guter Gastgeber oder eine besonders gute Gastgeberin?

1 x Ja, dann bist du hier goldrichtig

Die Gastronomie , unendliche Weiten.

Es ist einfach –- eine wirklich wirklich vielseitige Branche , es gibt soooo viele unterschiedliche Konzepte. Es ist sooo emotional – mal Drama, mal Komödie.

Die meisten, die in dieser Branche arbeiten, hassen sie und lieben sie zu gleich.

Das ist auch kein Wunder, denn wir haben es mit den unterschiedlichsten Gästen unterschiedlichster Spezies zu tun, ….. ich fühle mich sooo oft wie J. L. Pickard vom Raumschiff Enterprise, der zwischen den verschiedensten Spezies vermitteln darf.

Man kommt hart nah an die Menschen ran. An die Gäste aber auch an die Kollegen.

Wir müssen oft übelst flexibel sein und uns innerhalb von kürzester Zeit auf neue Situationen einstellen.

Wir haben Arbeitszeiten, die so gar nicht gesund sind und der Biorhythmus?

Ja, genau! welcher Bio-Rhythmus?

Wir arbeiten oft viele Stunden am Stück ohne Pause unter höchster geistiger und körperlicher Anstrengung und die Erwartungen der Gäste steigen und steigen und sie werden immer ungeduldiger.

Unsere Arbeit unterliegt ständiger Beobachtung, ständiger Beurteilung und Bewertung. Bewertungen werden häufig dann auch noch öffentlich gemacht, ohne jegliche Hintergründe zu kennen, zu erwähnen, zu berücksichtigen und ohne Verständnis für jegliche Situation.

Frei nach dem Motto:

Hömma Chef, Isch bin hier Gast, und isch zahle dafür – also will ich auch 120% - und zwar sofort – und wage es nicht dabei ernst oder angespannt zu sein.

Mir doch egal das gerade 3 Busse gleichzeitig vorgefahren sind.

"Entschuldigung – es kamen gerade alle gleichzeitig, wir geben alles."

„Ja - Dann müssen sie halt mehr Personal einstellen!

O.k. – kleinen Moment – ich stelle gerade schnell mal eben 5 Leute ein.

Die Arbeit in der Gastro ist besonders herausfordernd und das ist einerseits wirklich toll und andererseits auch einfach nur Hart.

Wir befinden uns in einer Sandwichposition und das in mehrfacher Hinsicht.

… wir stehen

zwischen Küche und Gast.

Zwischen Vorgesetzten und Gast,

zwischen Fürsorge und unternehmerischem Denken.

Zwischen Großzügigkeit und Gewinnoptimierung.

Und du bist ja quasi Entertainer und Kaufmann zugleich.

Auf der einen Seite solltest du dem Gast eine schöne Zeit bereiten, sein Vertrauen gewinnen, ihn ein wenig bespaßen und bei Laune halten, small-talk-Künstler sein, das aktuelle Tagesgeschehen kennen.

Auf der anderen Seite gibt es eine Geschäftsbeziehung. Du musst Umsatz generieren und Zusatzverkäufe ermöglichen. Dann musst du effizient arbeiten, vorausschauend arbeiten und produktiv sein.

Um das alles bewältigen und mit der nötigen Lockerheit umsetzen zu können ist es ja unglaublich wichtig, dass du ein gutes Team hast, mit dem du „durch dick und dünn“ gehen kannst,

mit dem du dich austauschen kann, …. über besonders anstrengende Gäste oder Fehlverhalten lachen kannst. Was dich unterstützt und aufbaut.

Ohne Teamfähigkeit geht’s also auch nicht.

Dann ist es noch verdammt wichtig, - das du in der Lage bist, dein Ego weit weit zurück zu nehmen. Und dich letztendlich als Dienstleister siehst.

Der eigentliche Vertrag ist ja : Der Gast bestellt was und Du liefest es ihm; egal wer er ist, egal was er ist.

Und Dennoch musst du auch wiederum Grenzen setzen …. und deinen Gästen Grenzen aufzeigen, die diese einfach mal so überschreiten.

Und das aber wiederum möglichst „entspannt und souverän“. Also dabei unbedingt immer cool bleiben, immer die Ruhe bewahren, egal was ist. Und auch eigener Fehler eingestehen und einsehen.

Ein schmaler Grat.

Glaub mir, wenn du das alles beherrschst - und lebst, - wenn du dir deine Einsatzfreude bewahrst, dann kannst du nahezu jeden anderen Job auch machen. In der Gastro lernst du fürs Leben. Wenn du bereit bist, dich zu entwickeln und immer weiter an dir arbeitest und immer besser wirst, dann ist das eine geniale Ausbildung für alles was da folgen mag. Du bist geistig und körperlich belastbar, du bist flexibel und kannst dich auf jede Situation einstellen, kannst verkaufen, dich zurücknehmen, Grenzen setzen und dabei freundlich sein. Du bewahrst Ruhe im Stress, bringst Ordnung ins Chaos, hast den Blick fürs Detail, erledigst Dinge sofort und hast effizientes und produktives Arbeiten im Blut. Du kannst gar nicht mehr anders. Und das sind alles Eigenschaften, die jeder weitere Arbeitgeber an Dir schätzen wird.

Diese Ausbildung hat natürlich auch Ihren Preis. Du wirst manche Schuhsohle durchgelaufen haben, oft deine persönlichen Grenzen erreicht und überschritten haben, Dein Restaurant ca 100 mal komplett geputzt und geschrubbt haben. Denn 50 % der Arbeit in der Gastro ist und bleibt Hygiene und Sauberkeit.

Dieser Podcast soll Dich in deinem Alltag unterstützen. Er soll dir den Alltag erleichtern oder zum Überleben verhelfen.

Vielleicht sagt er dir auch, du bist nicht geeignet für die Gastro, …. vielleicht verhilft er dir zu einem nächsten Karriere-Step.

Ich mische hier Selbsterlebtes mit Fachliteratur, hole Menschen, die etwas zu erzählen haben dazu und versuche neben Unterhaltung --- auch viel Inhalt zu liefern. Das Ganze möglichst mit ein bisschen Humor und definitiv nicht langweilig, denn langweilig kann ich nicht.

Bist du bereit mit mir zu interagieren? Dich einzubringen?

Deine Meinung, deine Fragen, deine Herausforderungen, Wünsche, Anregungen, Ich freue mich schon tierisch auf deine persönlichen Geschichten und Fragen – all das wird mir helfen um dir was zu geben und darum beteilige dich gerne und nimm bitte bitte bitte an Diskussionen teil.

Gib mir bitte Dein Feedback, wovon wünschst du mehr, wovon weniger.

Auch als Gast kannst du hier viel lernen.

Du kannst Verständnis erlangen für die Situation in der Gastro und für die Leistung der Menschen, die dort arbeiten.

Du erfährst welche Erwartungen der Gastronom an seine Gäste hat und das Gastgeber sein - immer auch ein gegenseitiges Miteinander ist. Und das ist eben nur möglich ist, wenn der Gast entsprechend mitspielt und den Gastgeber als solchen respektiert.

Ja, Der Gast ist König. Solange er sich auch wie ein König verhält!

Auch du bist eingeladen. Bring dich ein und und diskutiere mit. Vertrete so die Sicht des Gastes. Denn am Ende brauchen wir ja auch das Feedback des Gastes.

So, wie versprochen kurz zu mir: Der Onkel, der dir hier gerade was erzählt, … Ist ein altes Gastropferd. <zwinkersmiley>

Trotz Gastroleben bin ich in einer glücklichen Beziehung, und Trotz Gastro bin ich ein glücklicher Mensch. Vielleicht auch gerade deswegen.

Ich wurde schon in eine Gastrofamilie geboren, hab bereits mit 14 Jahren in der Kneipe meines Opas mitgearbeitet, und mir mit dem Gehalt meinen Mofa-Führerschein erspart.

Die Kneipe meines Opas, 😊 eine richtig schöööööne Gastwirtschaft und Schankwirtschaft im Sauerland mit Herrengesangsverein, Stammtisch und sonntags gabs Rindfleischsuppe und u.a. gekochte Zunge in Madeirasoße. hmmm lecker.

Die Rindfleischsuppe wurde übrigens jeden Sonntag vor dem Mittagsrun von allen, … wirklich allen Mitarbeitern gekostet und erst, wenn alle , ….aber auch wirklich alle begeistert waren, wurde sie von der Küchenchefin (Irmgard) für die Gäste freigegeben.

Habe dann aber „erstmal was gescheites gelernt“ (um genau zu sein: Maschinenbautechniker) und bin doch - auf wundersame Weise - immer wieder in der Gastro gelandet. Zwischendurch habe ich noch ein bisschen im Verkauf (Innendienst und Außendienst) gearbeitet.

Mein Lebenslauf ist eher turbulent statt gradlinig. Es gibt Personalchefs, die sich davon abschrecken lassen würden, aber ich habe auch schon genauso viele erlebt, die das tatsächlich spannend fanden und positiv bewertet haben. Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen: Ich hab überall viel gelernt und mitgenommen.

Ich bin ein klassischer Gefangender der Gastronomie. Ich hasse und liebe sie zugleich.

Man ist dafür geboren oder nicht, sagt man. Alles Quatsch sage ich … odeeeeeeer - ….. nur zum Teil richtig. Natürlich musst du gewisse skills mitbringen – ohne eine gewisse Belastbarkeit, Leidensfähigkeit, Fröhlichkeit, Hilfsbereitschaft, Neugierde etc. geht’s nicht,. Aber alles weitere - klar, kann man lernen und sich erarbeiten.

Ich mag die Vielseitigkeit, ich mag die Kombi aus geistiger und körperlicher Anstrengung, ich mag die Teamarbeit und die lockere Atmosphäre im Team, ich mag die meisten Gäste. Das freundliche Miteinander. Das wilde und lebendige. Ich liebe leckeres Essen in guter Atmosphäre. Ich gestalte gern und ich liebe es, wenn irgendwann - alles, wie ein „Schweizer Uhrwerk“, funktioniert und alle Rädchen ineinandergreifen.

Ich habe viel gesehen und viel durchlebt.

Unendliche DoppelSchichten bewältigt, 25h am Tag gearbeitet, Schlachten gegen Hundertschaften gekämpft und immer wieder mit leichten bis starken Lädierungen überlebt.

Ich habe in tiefe Menschliche Abgründe geblickt aber auch Rekorde und Siege gefeiert.

Ich habe Teams aufgebaut, Teams geleitet, Kopf-Entscheidungen getroffen, Herz-Entscheidungen getroffen, wieder verworfen und immer wieder neu angefangen.

Habe Veränderungen gelebt, Veränderungen verändert, optimiert, neu erfunden, rückgängig gemacht, getüftelt, gelacht und geweint.

Und ich habe nie nie nie den Humor verloren. Und das ist mein spezielles Erfolgsgeheimnis.

Der Inhaber des ersten Restaurants, was ich geleitet habe, sagte damals mal vor seinem Urlaub zu mir:

Chris, vergiss nie: es ist nur ein kleines Restaurant, eines von 1000en in Köln. Was soll schon passieren?

Und ich habe es nie vergessen. Das rufe ich mir oft in Erinnerung zurück. Und das hilft mir immer wieder mich auf eine gesunde Linie zu bringen. Und auch meine Mitarbeiter auf eine gesunde Linie zu bringen.

Natürlich ist es einfach nur Scheiße, wenn etwas schief geht und noch etwas und man überfordert ist. Und dann alleine dadurch noch mehr schief geht. Aber am Ende. Leute – das ist total menschlich, da muss man durch … und am Ende – egal was passiert – es ist nur ein kleines Restaurant. Cest la vie

Und apropos menschlich.

Menschen machen auch mal Fehler, und das versuche ich bei meinen Gästen immer wieder auch in Reklamationsgesprächen zu vermitteln. Ja, mein lieber Gast, du hast Hunger, ja das ist voll schlimm, nein du wartest nicht schon 1 Stunde, aber trotzdem zu lang, da hast du recht. Warum auch immer, jetzt es ist nunmal so passiert – keiner hat das absichtlich gemacht, also – pass op, ich sorge jetzt dafür das dein Essen in kürzester Zeit auf dem Tisch steht, o.k.? Was kann ich außerdem tun, um dich heute noch ein wenig zu versöhnen und glücklich zu verabschieden.

Na, was passiert jetzt? Du machst der Küche dampf, du setzt alles daran, dein Versprechen wahr zu machen und dann …..

Ja, auf dem Bon stand – ohne Knoblauch – hat der Koch jetzt in dem Stress, den du ihm gemacht hast, vergessen.

Dein Kopf, Das Essen, der Gast , - dein Versprechen ,alles dreht sich, es macht HURZ. Der Boden? Kein Loch!

Also ab zum Gast – vielleicht wirft er dir jetzt die Serviette vor die Füße und haut mit hochrotem Kopf ab, vielleicht ist er bereit sich einladen zu lassen. Aus sowas sind schon echte Stammgäste und Fans entstanden. Und es sind schon übelste Beschimpfungen, öffentlich oder persönlich erfolgt. Da musst du halt einstecken können. Und, bist auf die Gnade des Gastes angewiesen.

Nimm sowas bloß nie mit nach Hause, nimm es nicht mit ins Bett. Es ist alles Scheiße aber nicht so schlimm. Denk immer an die große Menge von glücklichen Gästen, die du heute verabschiedet hast. JA, ich weiß – nicht so einfach.

Ich werde in diesem Podacst immer auch meine persönliche Meinung einbringen, ich werde nicht Objektiv sein und stets Stellung beziehen.

Ich weiß aber auch, dass ich nichts weiß,

dass es neben meiner persönlichen Wahrheit viele weitere Wahrheiten gibt.

Ich glaube, ich kann mich gut in die Lage mehrerer Seiten versetzen und Kompromisse finden. Antizipation gehört zu den Grundvoraussetzungen und must-have-haupt-soft-skills in der Gastro. Und Antizipation ist tatsächlich eines meiner Lieblingsworte.

Man sollte das aber niemals nur auf Gäste beziehen, sondern auch auf Mitarbeiter, Kollegen, Zulieferer und nicht zu letzt - auf sich selbst!

Unerschöpflich vielseitig sind die Themen, die ich hier bearbeiten werde und unerschöpflich ist die Vielseitigkeit der Menschen, die mit der Gastro zu tun haben. Deshalb bitte bitte bringe Dich mit ein.

Stelle mir alle Fragen die du hast, diskutiere mit.

Zeige dich beteilige dich. So kann ich am besten das liefern was du brauchst. So werden wir ein gutes Match.

Ich freue mich auf ein bisschen gemeinsame Zeit mit dir, auf viele Fragen und Emotionen.

Come on, mach dich ma locker und lass uns die GastroWelt besprechen …. und feiern … und immer immer immer

…. am Ende einfach das beste raus machen.

Musik: Umme Block - 25 Hours

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